Nadeln der Bronzezeit

Radnadel der Lüneburger Gruppe

Mittlere Bronzezeit, 16. - 14. Jhd. v.Chr., Bronze, Länge 145mm, Speichenschema E

Verbreitungsgebiet: Deutschland 


Radnadel der frühen Phase der s.g. Lüneburger Gruppe der mittleren BZ. Der äußere Rahmen tritt als breite, aus drei konzentrisch angeordneten Rippen bestehende Felge auf. Die glatte Rückseite lässt auf eine einschalige Gußform schließen. Vier kreuzförmig angeordnete Speichen verbinden die Felge mit einem zentralen kleinen Ring. Am oberen Ende Rudimente zweier ehemaliger Ösen. Der Schaft verläuft konisch verjüngend zur Spitze.


Provenienz: erworben 2020 bei "Hermes-Antik" G.Pohl, davor in Privatsammlung R., davor in der berühmten Sammlung Heynen !


Referenz: Heynowski 3.4.5.; L.Mittag "Schätze d. Bronzezeit", Museum Salzwedel, 2018, S.100, Abb. 98,99, Nr. V 2380 & V 7224; F.Innerhofer 2000, UPA Band 71, S. 204ff.; Holste 1939, 53-60; Laux 1976, 23-24 & 33-36; Kubach 1977, 201-203;


Ösennadel der Noua-Sabatinovskaja Kultur

ältere Bronzezeit, 16. - 14. Jhd. v.Chr., Bronze, Länge 95mm, Hergestellt mittels Sandgussverfahren.


Der Schaft ist im oberen Bereich stumpfwinklig geknickt, wobei die Krümmung im oberen Schaftbereich stärker erfolgt. Im Bereich unterhalb der stärksten Biegung sitzt parallel neben dem Schaft eine flache, ovale Öse. Der Querschnitt ist im oberen Bereich abgeflacht, ebenso der rundliche, etwas ovale Kopf.


Provenienz: erworben 2019 aus Privatsammlung D.H.


Referenz: Nationalmuseum Moldavien Inv.-Nr.: FB-30520-11; M.Sirbu et al, S. 82 Fig.5/Nr.2; Levitscikii, Sava 1993, oft. 3/9; Dergaev 2002, Taf. 46/D5; Sava 2014, Abb. 49/12.; Dietrich, Dietrich 2008 pl. 2/2;  vgl.: Heynowski 6.6.;


Literatur: M.Sirbu "Bronze items discovered on the settlements of the Noua-Sabatinovka cultures from the collection of the National Museum of History of Moldova"; O.G. Levitsckii, E.N. Sava, "Nouvelles recherches des établissements de la culture Noua dans la zone comprise entre la Prout et le Nistru. Cultură şi civilizaţie la Dunărea de Jos" IX, 1993;  L. Dietrich, O. Dietrich, "Alte und neue Bronzefunde aus Rotbav -La Pârâuţ". MCA (serie nouă) III, 2007, 2008,; : V. Dergačev, "Die äneolithischen und bronzezeitlichen Metallfunde aus Moldawien" PBF XX, 9, Stuttgart 2002; E. Sava, "Aşezări din perioada târzie a epocii bronzului în spaţiul pruto-nistrean (Noua-Sabatinovka)" 2014; vgl.:Heynowski, R. "Nadeln" 2017


Rudernadel

jüngere mittl. Bronzezeit / Bz C2, 14. - 13. Jhd. v.Chr., Bronze, Länge 150mm,  S.Reinhold Typ O3


Rudernadel mit kurzem, dickem Schaft; dieser wurde im Kopfbereich flach, etwa dreieckig, ausgehämmert und am Ende eingerollt. Die Nadel ist unverziert.


Provenienz: erworben 2020 aus Privatsammlung M.L.


Referenz: vgl.: Heynowski 4.2.5.; vgl.: Archäologische Staatsslg. München Inv.Nr.: 1974,4124a (Kirchheim); Praehistorica XV S.253 Abb.6;


Literatur: Heynowski, R. "Nadeln" 2020; S.Reinhold "Die Spätbronze- und frühe Eisenzeit im Kaukasus" in Universitätsforsch. Zur präh. Archäologie Band 144, 2007; Praehistorica XV "Das Äneolithikum und die früheste Bronzezeit in Mitteleuropa: kulturelle und chronologische Beziehungen" Symposium Prag, Universita Karlova 1986;"


Nadel mit doppelkonischem Kopf

Mittlere Bronzezeit, 16. - 15. Jhd. v.Chr., Bronze, Länge 166mm, 

Verbreitungsgebiet: Deutschland & Schweiz,


Schlanke Nadel mit doppelkonischem Kopf, dieser mit scharfem Umbruch, Hals schwach geschwollen, Bereich unterhalb des Kopfes mit umlaufenden Linienverzierungen, im Halsbereich Linien- und Rauten/Tannenzweigmuster.


Dieser Typ weist üblicherweise einen gelochten Hals auf.


Provenienz: erworben 2019 bei "Hermes-Antik" G.Pohl, davor in Privatsammlung B.L.


Referenz: Heynowski 6.3.2.; Torbrügge 1959a, 69; Hänsel 1968, 83-85; Laux 1976, 49-50; Innerhofer 2000, 53-55


Pilzkopfnadel

mittl. Bronzezeit, 17. - 8. Jhd. v.Chr., Bronze, Länge 230mm, 


Nadel mit rundem, etwa pilzförmigem Kopf, dieser von oben bis zum Halsansatz schräg durchbohrt. Der Nadelhals ist stark verdickt, am Übergang zwischen Hals und Schaft finden sich umlaufen vier Knuppen.


Provenienz: erworben 2021 aus Privatsammlung E.P.


Referenz: vgl.: Heynowski 6.2.


Nadel mit Durchbohrung

Mittlere Bronzezeit, 2. Jahrtausend v.Chr., Bronze, Länge 109mm, 


Nadel mit flach kugelförmigem Kopf, vom Kopf bis zum mit 4 Knuppen versehenen Halsbereich diagonal durchbohrt.


Provenienz: erworben 2019 bei "Hermes-Antik" G. Pohl, Katalog 55/168, davor in Privatsammlung B.L.


Referenz: in Recherche


geschmiedete Kugelkopfnadel

jüngere Bronzezeit 13. - 9. Jhd. v.Chr., Bronze, Länge 119mm, 


Geschmiedete Kugelkopfnadel, der Schaft mit quadratischem Querschnitt ist im mittleren Bereich leicht verdickt. Am Schaftende sitzt seine Kugel, diese ist mittig umlaufend leicht abgeflacht.

Zeitlich und geografisch weit verbreiteter Nadeltyp.


Da die Majorität der bronzezeitlichen Nadeln gegossen wurde bildet dieses geschmiedete Exemplar eine überaus seltene Besonderheit.


Provenienz: erworben 2020 bei "Hermes-Antik" / G.Pohl, davor in Privatsammlung G.L.


Referenz: Heynowski 6.1.1., Keiling 1962, 68-69; Torbrügge 1979, 74; Rihovsky 1979, 124-130, Novotna 1990, 121-124; PBF Abt.XIII 1. Band vgl.: Tafel 3 Nr. 46;


Nagelkopfnadel

Späte Bronzezeit, 13. - 10. Jhd. v.Chr., Bronze, Länge 81mm, 


Nadel mit geradem Schaft und horizontaler Scheibe. Der Nadelschaft ist in der oberen Hälfte vierkantig geschmiedet, die untere Hälfte ist rundstabig.


Provenienz: erworben 2021 aus Privatsammlung V.R.


Referenz: vgl.:W.I. Klotschko & A.W.Kosimenko, 2017,  S. 194 Abb 19 Nr.3.; Heynowski 5.1., Laux 1976, 62; Keiling 1979, 19; Rihovsky 1979, 42-46; Riha 1990, 107-109; Mikler 1997, 40-41;


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